Wechseljahr­beschwerden – Symptome, Dauer und Behandlung (2022)

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Wechseljahre- Anzeichen und Therapie

Dem Beginn ihrer Wechseljahre (Klimakterium) sehen viele Frauen ab Mitte 30 mit einer gewissen Anspannung, wenn nicht sogar mit Furcht entgegen. Nicht nur, dass sie den drohenden Verlust ihrer Fruchtbarkeit auch als einen Verlust von Teilen ihrer Weiblichkeit empfinden, machen Frauen im Klimakterium auch zahlreiche Beschwerden zu schaffen, die mit der situationsbedingten Hormonumstellung einhergehen. Es gibt jedoch eine Reihe von nützlichen Behandlungsmaßnahmen, die zumindest den symptomatischen Aspekt der Wechseljahre etwas abmildern können. Eine Frau, die ihren hormonellen Veränderungen rechtzeitig vorzubeugen weiß, kann das Geschehen sogar um eine Weile hinauszögern.

Inhaltsverzeichnis

Was genau passiert in den Wechseljahren?

Der fachmedizinische Begriff für die Wechseljahre „Klimakterium” leitet sich vom griechischen Wort klimaktér ab und bedeutet übersetzt so viel wie „Stufenleiter” oder „kritischer Zeitpunkt im Leben”. Und tatsächlich bedeuten die Wechseljahre für nahezu jede Frau eine dramatische Wende, die sowohl körperliche, als auch psychische beziehungsweise seelische Veränderungen mit sich bringt.

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(Video) 02: Die Symptome der Wechseljahre

Im Durchschnitt machen sich erste Anzeichen des Klimakteriums bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Allerdings ist das keine feste Regel. Bei einigen Frauen setzen die Wechseljahre bereits früher, gegen Ende oder gar Anfang 30 ein. Man spricht in solchen Fällen auch von einem vorzeitigen Klimakterium (Climacterium preacox). Andere Frauen bleiben mitunter bis Mitte 50 fruchtbar, wobei dies eher die Ausnahme ist. Ungeachtet des individuellen Eintrittsalters folgt der Ablauf des Klimakteriums jedoch einem konstanten Ablauf, der sich in mehrere Phasen einteilen lässt:

  1. Phase – Prämenopause:
    Bei der Frau kommt es zu einem Rückgang des Progesteronspiegels, was erste Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus bedeutet. Es kommt zu Zyklusunterbrechungen und damit zu ersten ausbleibenden Monatsblutungen.
  2. Phase – Menopause:
    Die Eierstöcke stellen ihre Produktion von neuen Eizellen ein, was dem Rückgang des Östrogenspiegels geschuldet ist. Nach einer letzten Regelblutung bleibt der Menstruationszyklus damit endgültig aus.
  3. Phase – Perimenopause:
    Diese Zeit bezeichnet eine ein- bis zweijährige Zeitspanne vor beziehungsweise nach der Menopause, in der es neben starken Hormonschwankungen auch zu finalen Umbauprozessen im weiblichen Körpergewebe kommt und schwere psychische Beschwerden auftreten können. So kann im Zuge der Perimenopause zum Beispiel die Knochendichte der Frau abnehmen, welche bis dato zu großen Teilen von weiblichen Hormonen bestimmt wurde. Ebenfalls typisch für die Perimenopause sind die berühmt-berüchtigten Gemütsschwankungen der Frau, welche mitunter in einer schweren Wechseljahrdepression enden können.
  4. Phase – Postmenopause:
    Dieser Zeitraum beschreibt die ersten zwölf Monate nach der letzten Regelblutung, also das (gedachte) Jahr nach der Menopause. Erst wenn dieser Zeitraum ohne weitere Spontanblutungen verstrichen ist, kann mit Sicherheit angegeben werden, dass die eigentliche Menopause bereits stattgefunden hat.

Welche Beschwerden verursachen die Wechseljahre?

Die Auswirkungen der wechseljahrbedingten Veränderungen im weiblichen Hormonhaushalt sind vielfältig. Dabei sind sowohl körperliche (physische) als auch geistige (psychische) Aspekte zu berücksichtigen.

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Wechseljahrbedingte Hautprobleme

Physisch sind hier neben dem Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit vor allem Umbauprozesse verschiedener Gewebestrukturen im Körper zu nennen, die entschieden von Hormonen mitbestimmt werden. Beispielsweise lässt durch den sinkenden Östrogenspiegel die Produktion des Proteins Kollagen nach. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil im Bindegewebe der Haut und sorgt hier für eine angemessene Feuchtigkeitsversorgung. Nimmt der Kollagengehalt im Bindegewebe ab, hat dies verschiedene Auswirkungen. Allen voran bedeutet dies natürlich eine schlechtere Feuchtigkeitsversorgung der Haut, weshalb Frauen in den Wechseljahren häufig über

  • vermehrte Faltenbildung,
  • unreine Haut,
  • trockene Haut
  • und Pickel klagen.

Zum anderen lässt durch den Rückgang von Kollagen auch die Straffheit des Bindegewebes stark nach.
Das Unterhautfettgewebe wird nur noch unzureichend von Bindegewebsstrukturen gestützt, was zur Cellulite führt. Betroffen sind hiervon vor allem Körperteile, die von Natur aus reicher an Fettgewebe sind, also Brust, Bauch, Oberarme, Oberschenkel und Po. An diesen Stellen bilden sich dann auch meist Dehnungsstreifen, sofern sehr üppige Fettpölsterchen vorhanden sind. Außerdem erkennt man eine wechseljahrbedingte Cellulite an der Zunahme von Dellen in der Haut, was die Bindegewebsschwäche ebenfalls von außen sichtbar macht.

Insgesamt sind etwa 80 bis 90 Prozent der Frauen im fortgeschrittenem Lebensalter von Cellulite betroffen. Das ist viel, zeigt aber auch, dass dieser Prozess am weiblichen Körper völlig natürlich und kein Weltuntergang ist. Allerdings steigt durch die Umbauprozesse im Körpergewebe auch das Risiko von Brustkrebs, da die hier befindlichen Bindegewebsstrukturen umbaubedingt zu Knötchenbildungen und Zellentartungen neigen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ab dem 40. Lebensjahr deshalb unerlässlich, um bösartige Gewebeveränderungen rechtzeitig entdecken zu können.

Geschwächte Knochen, Zähne, Nägel und Haare

Nun sind Haut und Bindegewebe aber leider nicht die einzigen Körperstrukturen, die den sinkenden Spiegel weiblicher Hormone zu spüren bekommen. Auch die Struktur von Zähnen, Knochen, Haaren und Fingernägeln wird entschieden von der Hormonlage mitbestimmt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Gesundheitsbeschwerden wie

  • brüchige Fingernägel,
  • Haarausfall,
  • dünnes Haar,
  • Osteoporose,
  • Gelenkbeschwerden
  • und Zahnverlust

während des Klimakteriums und danach zunehmen. Verantwortlich für derartige Strukturschwächen sind hier meist hormonell bedingte Störungen in der Nährstoffversorgung entsprechender Körperstrukturen. Denn Östrogen verbessert normalerweise die Aufnahme von Kalzium in Knochen und Zähnen, weshalb es bei Östrogenmangel schnell zu einer Unterversorgung des Skeletts und Zahnhalteapparates mit dem wichtigen Mineralstoff, also zum Kalziummangel, kommt. Auch das Nagel- und Haarwachstum wird bei Frauen durch das weibliche Geschlechtshormon angeregt. Bleibt es aus, sind Frauen deshalb vermehrt auf eine gezielte Nährstoffzufuhr von außen angewiesen, welche diese anregende Funktion übernimmt.

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Verdauungs- und Stoffwechselprobleme in den Wechseljahren

Auch die weibliche Verdauung ist im Zuge der Menopause nicht mehr so hart im Nehmen wie früher. Viele Frauen berichten davon, dass ihnen bestimmte Lebensmittel nach dem Einsetzen ihrer Wechseljahre zunehmend Verdauungsstörungen bereiten. Dabei handelt es sich oftmals um Produkte, die eine erhöhte Enzymaktivität zur Spaltung der Nahrungsbestandteile erfordern, wie zum Beispiel Käse oder Teigwaren. Da aber auch die Produktion von Verdauungsenzymen eng mit dem Hormonhaushalt verknüpft ist, sind Verdauungsprobleme und entsprechende Begleitsymptome wie

(Video) Wechseljahre: Wenn das Altern zur Qual wird

  • Bauchschmerzen,
  • Blähbauch,
  • Durchfall,
  • Sodbrennen,
  • Verstopfung
  • oder Völlegefühl

im Laufe der Wechseljahre nicht unüblich. Betroffene Frauen sollten deshalb ganz genau beobachten, inwieweit sich der Verzehr bestimmter Lebensmittel negativ auf ihre Verdauung auswirkt. Nicht zuletzt seien noch die berühmten Hitzewallungen erwähnt, die Frauen im Klimakterium immer wieder ereilen. Gemeinsam mit den Störungen in der Nährstoffversorgung und Beeinträchtigungen in der Nierenfunktion, wie sie ebenfalls kennzeichnend für viele Wechseljahrverläufe sind, zeigen die Hitzeschübe und Schweißausbrüche deutlich auf, wie eng Hormon- und Stoffwechselhaushalt zusammenhängen. Schwankt das eine, stolpert auch das andere, was sich mit Ausnahme einer Schwangerschaft kaum zu einem anderen Zeitpunkt im Leben einer Frau so deutlich manifestiert wie in den Wechseljahren.

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Psychische Belastung

Schon allein die körperlichen Beschwerden machen Frauen in den Wechseljahren seelisch stark zu schaffen. Nicht nur, dass sich der Körper spürbar verändert und sich ein gewisser Alterungsprozess nicht mehr von der Hand weisen lässt, haben sie auch alle Hände voll zu tun, wenn es um das Ergreifen von Gegenmaßnahmen geht, um so manchem Umbauprozess erfolgreich die Stirn zu bieten. Ernährungsumstellungen, die richtige Hautpflege, Sport zur Gewebestraffung – der gesamte Alltag muss praktisch neu strukturiert und an die besondere Lebenslage angepasst werden, was eine große psychische Belastung darstellen kann. Gleiches gilt für Verdauungsstörungen, Knochen- und Rückenschmerzen, die während des Klimakteriums in regelmäßigen Abständen auftreten können.

Erschwerend hinzu kommen in den Wechseljahren aber auch seelische Probleme ganz anderer Natur.
Abgesehen davon, dass ein schwankender Hormonspiegel für äußerst lästige Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit sorgen kann, tun sich viele Frauen schwer damit, ihre Rolle als Frau neu zu definieren, wenn das eindeutigste Indiz der Weiblichkeit, nämlich ihre Fruchtbarkeit, zu schwinden beginnt. Ebenso sind optische Aspekte wie die Veränderung der Haut oder der Körperstatur psychisch für viele nicht gänzlich ohne Probleme hinzunehmen. Der Körperbau wird im Rahmen der menopausalen Vorgänge im Organismus nämlich je nach Veranlagung entweder deutlich rundlicher oder hagerer, was schon eine drastische optische Umstellung bedeuten kann. Auch die Bruststraffheit lässt signifikant nach und beschert der geplagten Frau zu allem Überfluss auch noch hängende Brüste, die sich nur begrenzt durch sportliche Maßnahmen behandeln lassen.

Besonders belastend sind die Wechseljahre außerdem für Frauen, die bis dato noch keine Familie gegründet haben. Ein unerfüllter Kinderwunsch ruft hier schon Jahre vor dem eigentlichen Klimakterium die sogenannte Torschlusspanik hervor. Von der Gesellschaft immer wieder ins Lächerliche gezogen, ist diese Panik für Betroffene alles andere als spaßig. Die tickende innere Uhr lässt sich nur mit Mühen ignorieren und schlägt spätestens mit Beginn der Wechseljahre in aller Intensität Alarm. Ist eine Frau zu Beginn der Wechseljahre alleinstehend, wird der innere Konflikt meist auch durch eine umfassende Angst vor dem Alleinsein verschärft. Diese kann sich zu regelrechten Panikattacken auswachsen. Worunter die weibliche Psyche in den Wechseljahren also am meisten leidet, sind die eigene Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl.

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Wechseljahrbeschwerden natürlich behandeln

Um wechseljahrbedingte Beschwerden zu lindern, können Frauen an vielen verschiedenen Punkten ansetzen. Zunächst einmal ist es wichtig, sich mental mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass das eigene Leben eine im ersten Moment möglicherweise beängstigende, jedoch völlig natürliche Wende nimmt. Dieser Wendepunkt mag tiefgreifende Veränderungen für den Körper bedeuten, macht die betroffene Frau jedoch nicht weniger weiblich.

Ganz im Gegenteil sollten Frauen in den Wechseljahren diese besondere Lebensphase als deutlichen Ausdruck ihrer Weiblichkeit begreifen und sie dementsprechend handhaben. Denn bei all den Beschwerden, die die Menopause mit sich bringt, bietet sie der Frau doch auch Gelegenheit, ihre weibliche Identität völlig neu zu definieren. Außerdem erlauben die deutlich sicht- und spürbaren Veränderungen ein besseres Verständnis des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse. Die Gelegenheit also, um einen gesünderen Lebenswandel anzustreben und sich selbst mehr Gutes zu tun. Mutter Natur ist dabei – wie so oft – ein hervorragender Coach.

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Hormonhaushalt stabilisieren

Um die Komplikationen zu entschärfen, die in den Wechseljahren durch einen schwankenden Progesteron- beziehungsweise Östrogenspiegel entstehen, gibt es in der Naturheilkunde zahlreiche Frauenkräuter, die sich entweder als Tee zubereiten oder als Dragees einnehmen lassen. Aggressive Hormonpräparate sollten nämlich nur im äußersten Notfall eingenommen werden, da sie massiv in den Körperhaushalt eingreifen und womöglich zusätzliche Nebenwirkungen hervorrufen. Zudem kann man auch einige phytohormonhaltige Lebensmittel in die Ernährung einbauen, die den Hormonhaushalt stabilisieren. Phytohormone, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Wirkung von Hormonen ähneln und deshalb bei regelmäßigem Verzehr deren Funktion im Körper übernehmen können. Zu den wichtigsten Heilkräutern beziehungsweise Lebensmitteln bei Wechseljahrbeschwerden gehören:

  • Fenchel – lindert Beschwerden wie Verdauungsprobleme und Stimmungsschwankungen.
  • Frauenmantel – das darin enthaltene Kaempferol hilft insbesondere gegen menopausale Osteoporose.
  • Hopfen – zählt zu den besten Frauenheilkräutern bei Wechseljahrbeschwerden und unausgeglichenem Hormonhaushalt.
  • Mönchspfeffer – enthält pflanzliches Progesteron und hilft insbesondere gegen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.
  • Rotklee – besitzt Phytohormone, die vor allem gegen Hitzewallungen helfen sollen.
  • Salbei – enthält den Wirkstoff Thujon, der gegen erhöhten Schweißfluss und Hitzewallungen wirkt.
  • Soja – besitzt pflanzliches Östrogen als Inhaltsstoff und empfiehlt sich speziell für die zweite Hälfte des Klimakteriums.
  • Yamswurzel – besitzt pflanzliches Progesteron als Inhaltsstoff und ist deshalb insbesondere für die erste Hälfte des Klimakteriums zu empfehlen.
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Ernährung anpassen

Zusätzlich zu Lebensmitteln, die es vermögen, den Hormonhaushalt auszugleichen, sollten Frauen in den Wechseljahren auch auf eine Magen und Darm freundliche Ernährung achten. Auf diese Weise lässt sich menopausalen Verdauungsbeschwerden präventiv begegnen. Auch die gezielte Zufuhr von Nährstoffen, die Haut, Haare, Knochen, Zähne und Nägel kräftigen, ist während des Klimakteriums ratsam. Vor allem an Kalzium und Magnesium sowie Vitamin A, D und E hat der Körper während dieser Zeit einen erhöhten Bedarf. Insgesamt sind vor allem folgende Lebensmittelgruppen für eine menopausale Ernährung zu empfehlen:

(Video) Wie kriege ich meine Hormone in den Griff? | Dr. Johannes Wimmer

  • Gemüse – ist aufgrund eines hohen Ballaststoffanteils sehr verdauungsfördernd und liefert gleichzeitig wichtige Vitamine und Nährstoffe. Besonders Steinpilze liefern dabei hohe Mengen des ansonsten in Lebensmitteln sehr rar gesäten Vitamin D. Wasserreiches Gemüse wie Gurken oder Tomaten verbessern wiederum die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Und das Vitamin A in Karotten ist für einen gesunden Haarwuchs wichtig. Kohlgemüse ist dagegen mit Vorsicht zu genießen, da es die menopausalen Blähungen fördern könnte.
  • Obst – ebenfalls sehr leicht bekömmlich und im Falle von Beerenfrüchten mit einer extra Portion an Antioxidantien ausgestattet, die freie Radikale in der Haut einfangen, was das Hautbild frischer und gesünder erscheinen lässt.
  • Milch- und Sauermilchprodukte – besitzen viel Kalzium und Magnesium, was Knochen und Zähnen guttut. Insbesondere Sauermilchprodukte stärken darüber hinaus die Darmflora und helfen bei der Verdauung.
  • Vollkornprodukte – sind reich an wertvollen Spurenelementen wie Zink oder Kupfer, die Nägel, Haare und Haut gesund halten. Daneben liefert Vollkorn hohe Mengen an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern.
  • Pflanzenöle – liefern Vitamin E für eine gesunde Haar-, Haut- und Nagelstruktur. Die ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in vielen Pflanzenölen regen ferner den Stoffwechsel an, was die Nährstoffverteilung im Körper verbessert.
  • FischVitamin D, das sowohl für die Verdauung, als auch für Haut, Haare und Nägel wichtig ist, findet sich vor allem in Fischsorten wie Lachs, Hering und Sardinen. Zudem ist Vitamin D im Körper an der Produktion des sogenannten Glückshormons Serotonin beteiligt, was wechseljahrbedingte Stimmungsschwankungen entschärfen kann.
  • Proteine – Ab der Lebensmitte kann der Körper Proteine nicht mehr so effektiv nutzen wie in jungen Jahren. Man nennt dies „anabole Resistenz“. Um die gleiche Muskelmasse aufzubauen, braucht der Körper im Alter daher mehr Proteine pro Kilogramm Körpergewicht. Empfohlen werden laut PROT-AGE-Studie aus dem Jahr 2013 pro Tag 1,0 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Vor allem pflanzliche Proteine aus Hülsenfrüchten und Getreide sollten auf dem Speiseplan stehen: Erbsen, Linsen, Bohnen und Lupinen, Haferflocken, Goldhirse, Brauner Reis und Amaranth. Auch zu Tofu verarbeitete Sojabohnen sowie Tempeh (fermentiertes Soja) sind zu empfehlen, ebenso pflanzliche Milch- und Joghurt-Alternativen – denn Frauen ab 40 brauchen Proteine!

Haut- und Haarpflege

Auch wenn die menopausale Hormonlage der Haut stark zusetzt, gibt es heutzutage doch viele gute Pflegeprodukte, für die Haut ab 40, die es vermögen, die Bildung der Falten einzudämmen und Cellulite zu reduzieren. Auch für dünne Haare gibt es spezielle Pflegeserien. Im Vordergrund stehen sollten dabei natürliche Essenzen wie

  • Kieselsäure,
  • Gurkenextrakt,
  • Hibiskus
  • oder Heilerde.

Künstliche Zusatzstoffe sind dagegen zu vermeiden, da sie der geschwächten Haut- und Haarstruktur mehr zusetzen als nutzen könnten.

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Sport und Bewegungsmaßnahmen

Zur Straffung des Bindegewebes können auch bestimmte Sportübungen helfen. Vor allem die Muskulatur des Oberarms, der Brust und der Schenkel sollte dabei gezielt gefordert werden, um Dehnungsstreifen entgegenzuwirken. Grundsätzlich sind regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft auch sinnvoll, um den Kopf freizubekommen. Vor allem Spaziergänge durch den Wald bieten hierbei wunderbare Möglichkeiten zur Entspannung. Diesbezüglich seien auch Entspannungsangebote wie Yoga oder Massagen angesprochen. Sie können ebenfalls zur Elastizität des Bindegewebes beitragen und vermitteln gleichzeitig Erholung und Ausgeglichenheit. (ma)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autoren:

Miriam Adam, Dr. med.Andreas Schilling

(Video) Schwindel und andere Symptome erfolgreich los werden - oder: Woher kommt eigentlich mein Symptom?

Quellen:

  • JoAnn V. Pinkerton: Menopause, MSD Manual, (Abruf 09.07.2019), MSD
  • Ellen W. Freeman, Mary Sammel, Hui Lin, Deborah B Nelson: Associations of Hormones and Menopausal Status With Depressed Mood in Women With No History of Depression, Archives of General Psychiatry, (Abruf 09.07.2019), PubMed
  • Ellen W. Freeman, Mary Sammel, Li Liu, Clarisa R Gracia: Hormones and Menopausal Status as Predictors of Depression in Women in Transition to Menopause, Archives of General Psychiatry, (Abruf 09.07.2019), PubMed
  • Jens Keisinger, Nadja Keisinger, Petra Mayr: Heilen mit bioidentischen Hormonen, VAK Verlag, 1. Auflage, 2015
  • Robert Kopf: Klimakterium Menopause: Wechseljahresbeschwerden behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen und Naturheilkunde, 2017
  • Ingrid Gerhard: Phytotherapeutika bei Wechseljahresbeschwerden, Klimakterium und Menopause, gynäkologie + geburtshilfe, Sonderheft 1/2016
  • Jürgen Bauer, Gianni Biolo, Tommy Cederholm, Renuka Visvanathan, Elena Volpi, Yves Boirie, et al.: Evidence-Based Recommendations for Optimal Dietary Protein Intake in Older People: A Position Paper From the PROT-AGE Study Group; in: The Journal of Post-Acute and Long-Term Care Medicine (veröffentlicht 18.07.2013), jamda.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

ICD-Codes für diese Krankheit: N95ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.

FAQs

Welche Tabletten sind gut für Wechseljahre? ›

Bei leichten Wechseljahresbeschwerden kann man versuchen, ob eine Behandlung mit Estrioltabletten ausreicht. Bei stärkeren Beschwerden kommen Tabletten mit Estradiol/Estradiolvalerat sowie Gel oder Pflaster mit Estradiol in niedriger oder mittlerer Dosierung infrage.

Was sind die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren? ›

Durch die verminderte Hormonproduktion reagiert der Körper bei etwa 65 % aller Frauen mit typischen Symptomen, wie Nervosität, innere Unruhe und Herzrasen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Hitzewallungen, Haarausfall und Hautveränderungen sowie Gewichtszunahme.

Kann man sich in den Wechseljahren richtig krank fühlen? ›

Hormonveränderungen belasten viele Frauen Wechseljahre. Die Wechseljahre: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Gewichtszunahme, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen sind gängige Symptome. Während einige Frauen davon völlig unbehelligt bleiben, sind sie bei anderen so stark ausgeprägt, dass sie behandelt werden müssen.

Wann ist der Höhepunkt der Wechseljahre? ›

Wechseljahre: Dauer

Bei den meisten Frauen beginnen die Wechseljahre zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. Mit 51 Jahren haben sie in der Regel die letzte Blutung hinter sich.

In welcher Phase sind die Wechseljahre am schlimmsten? ›

Hitzewallungen und Schweissausbrüche

Mehr als 80 Prozent aller Frauen im Alter von 45 bis 70 Jahren leiden während der Wechseljahre unter Hitzewallungen. Am schlimmsten sind die Hitzewallungen meist etwas ein Jahr nach der Menopause.

Was ist das beste pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden? ›

Pflanzliche Mittel, die Hitzewallungen lindern könnten, basieren meist auf Soja oder Rotklee. Beide Pflanzen enthalten sogenannte Isoflavone, die ähnlich wie Östrogen wirken sollen. Sie werden deshalb als pflanzliche Östrogene oder Phytoöstrogene bezeichnet.

Warum geht es mir in den Wechseljahren so schlecht? ›

Wechseljahre: Übelkeit

Experten gehen davon aus, dass die Hormone Östrogen und vor allem auch Progesteron daran schuld sind. Ist letzteres zu wenig vorhanden, kann das Probleme im Verdauungstrakt auslösen, zum Beispiel Sodbrennen oder Blähungen, die wiederum Übelkeit hervorrufen können.

Wie weiß ich dass die Wechseljahre vorbei sind? ›

Bei manchen Frauen hört die Periode schon im Alter von 45 oder früher auf. Andere erleben die Menopause erst mit Mitte 50. Bis die hormonelle Umstellung ganz abgeschlossen ist, vergehen üblicherweise noch weitere Jahre. Der Fachbegriff für die Wechseljahre lautet Klimakterium.

Was kann man alles in den Wechseljahren bekommen? ›

Mögliche Beschwerden in den Wechseljahren
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche. ...
  • Herzklopfen und Schwindelgefühle. ...
  • Stimmungsschwankungen und emotionale Stabilität. ...
  • Schlafstörungen. ...
  • Blasenschwäche. ...
  • Scheidentrockenheit. ...
  • Gewichtszunahme. ...
  • Haut und Haare.

Wie stellt der Arzt fest ob man in den Wechseljahren ist? ›

Ein Gynäkologe kann durch eine Hormonuntersuchung feststellen, ob sich die Patientin in den Wechseljahren befindet. Eine genaue Anamnese hilft außerdem dabei, die Ursache verschiedener Symptome abzuklären. Anhand der Diagnose gibt es verschiedene Wege, Beschwerden zu lindern.

Was kostet ein Hormontest Wechseljahre? ›

Nicht nur der Frauenarzt führt den Test durch

Die Blutabnahme kostet je nach Arzt unterschiedlich und beginnt bei 10 Euro. Die Untersuchung der einzelnen Hormone kostet im Labor zwischen 14 Euro bis 24 Euro pro Hormon.

Was tun bei Gelenk und Muskelschmerzen in den Wechseljahren? ›

Tägliche Bewegung ist wichtig für die Gelenke

Auch regelmäßige körperliche Bewegung kann bei Gelenkschmerzen in den Wechseljahren helfen. Empfehlenswert sind tägliche gelenkschonende Aktivitäten wie Yoga, Gymnastik, Radfahren oder Spaziergänge. Sie sorgen dafür, dass die Gelenke ausreichend bewegt werden.

Kann man mit 58 noch in den Wechseljahren sein? ›

im Alter von 58 bis 60 Jahren weitgehend abgeschlossen. Beginn und Verlauf sind individuell jedoch unterschiedlich. In sehr seltenen Fällen beginnen die Wechseljahre bereits mit Mitte 30. Dann spricht man von „vorzeitiger Menopause“.

Wird es nach den Wechseljahren wieder besser? ›

Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie, die den Lebensstil von Frauen über 50 untersuchte. Demnach hatte sich bei 76 Prozent der befragten Frauen nach der Menopause die Gesundheit verbessert. 75 Prozent gaben an, mehr Spaß am Leben zu haben und 65 Prozent fühlten sich insgesamt glücklicher als früher.

Warum ist Kaffee in den Wechseljahren nicht gut? ›

Koffein führt in den Wechseljahren zu einem weiteren Problem: Selbst wer das Getränk ohne Milch und/oder Zucker konsumiert, ist einer gesteigerten Wärmeproduktion (Thermogenese genannt) ausgesetzt. Die Hitzewallungen werden dadurch verstärkt, außerdem kann der Koffeinkonsum die Schlafstörungen verschlimmern.

Sind Haferflocken gut in den Wechseljahren? ›

Verdauungsbeschwerden nehmen ab

Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, kann dies beispielsweise zu Darmträgheit, Verstopfung, Darmgeräuschen, Blähungen oder einem unangenehmen Völlegefühl führen. Essen Sie regelmäßig Haferflocken, können Sie die Magen-Darm-Beschwerden jedoch gut in den Griff bekommen.

Welche Vitamine sind in den Wechseljahren wichtig? ›

Viele Frauen fühlen sich in den Wechseljahren kraftlos, abgeschlagen und müde. Vitamin C, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12 und der Mineralstoff Magnesium tragen zur Verirngerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Was tun gegen innere Unruhe in den Wechseljahren? ›

Angstlösend wirkt beispielsweise Lavendel. Auch die Melisse wirkt gut gegen innere Unruhe. Baldrian und Passionsblume wiederum helfen, einen erholsamen Schlaf zu fördern.

Kann man in den Wechseljahren verrückt werden? ›

Der Körper spielt verrückt und hat auch guten Grund dazu: im Rahmen der Wechseljahre kommt es zu einer großen hormonellen Umstellung, die so einiges durcheinander bringt und manche Betroffene fast in den Wahnsinn treibt.

Wie äußert sich innere Unruhe in den Wechseljahren? ›

Innere Unruhe und Nervosität in den Wechseljahren zeigen sich anhand verschiedener Symptome, zum Beispiel in Form von Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Herzklopfen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Reizbarkeit, Aggressionen und Traurigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Was passiert im Gehirn in den Wechseljahren? ›

Bis zu 60 Prozent aller Frauen klagen während der Wechseljahre über Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und mangelnde Aufmerksamkeit. Sie vergessen Termine, können sich immer schlechter Namen merken, vermögen sich mitunter kaum noch für längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Wie lange dauert der Wechsel? ›

Sie beginnt durchschnittlich mit 47 Jahren und dauert ungefähr vier Jahre. Ein Jahr nach der letzten Regelblutung, der Menopause, löst die Postmenopause sie ab. Das bedeutet: Die Menopause erfolgt meist um das 50. Lebensjahr herum.

Kann man mit 60 noch in den Wechseljahren sein? ›

Er geschieht in der Regel zwischen dem 45. und dem 60. Lebensjahr. Die Wechseljahre sind ein normaler physiologischer Prozess, in dessen Verlauf die meisten Frauen mit diversen Beschwerden zu kämpfen haben.

Was hilft am besten in den Wechseljahren? ›

Auch Wechselduschen, Saunieren, Akupunktur und gezieltes Ablenken können helfen. Und dann gibt es die rezeptfreien Präparate mit Extrakten aus Traubensilberkerze, Rhapontikrhabarber und pflanzlichen Hormonen aus Soja und Rotklee.

Was hilft wirklich in den Wechseljahren? ›

Beschwerden lindern:
  • Weniger Kaffee, ein Gang in die Sauna oder später ins Bett gehen – all das kann gegen die Probleme in den Wechseljahren helfen.
  • Sport kann der Osteoporose vorbeugen und gleichzeitig den Kreislauf stabilisieren, die Stimmung heben und die Figur verbessern.

Welche Vitamine sind in den Wechseljahren wichtig? ›

Viele Frauen fühlen sich in den Wechseljahren kraftlos, abgeschlagen und müde. Vitamin C, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12 und der Mineralstoff Magnesium tragen zur Verirngerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Welche Hormonpräparate in den Wechseljahren? ›

Die häufigste Variante der Hormontherapie ist die Einnahme von Präparaten mit Östrogen und Gestagen. Beide Hormone werden vor den Wechseljahren vor allem in den Eierstöcken hergestellt. Kleinere Mengen werden aber auch noch danach produziert, zum Beispiel vom Fettgewebe.

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Author: Zonia Mosciski DO

Last Updated: 10/21/2022

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